Das Autojahr 2010 schloss mit insgesamt 2,92 Millionen neu zugelassenen Personenkraftwagen (Pkw) ab. Wie erwartet, wurden die durch die Umweltprämie erhöhten Zulassungen von 2009 nicht annähernd erreicht (-23,4 %). Durch die positive Entwicklung des Automobilmarktes im letzten Quartal gestaltet sich das Jahresergebnis im Vergleich zu 2008 moderat (-5,7 %). Trotz des Trends zu größeren Fahrzeugen verbesserte sich der durchschnittliche CO2-Wert im Jahresverlauf auf 151,7 g/km. Die meisten Neufahrzeuge sind mit moderner Euro 5-Technologie ausgestattet (69,7 %), seit 1. Januar 2011 ist diese Norm Pflicht. Der Dieselanteil ist wieder angestiegen (41,9 %). Alternative Kraftstoffarten machen nach wie vor weniger als ein Prozent aus. Bei der Farbe liegen Weiß (11,5 %) und Braun (3,6 %) weiter im Trend. Der Privatanteil ging 2010 auf 42,6 Prozent zurück. Die Kurzzulassungen haben nach dem 10-Jahres-Tief von 2009 wieder kräftig zugelegt. Der Anteil an den Pkw-Neuzulassungen lag bei 3,2 Prozent. Geländewagen beziehungsweise SUV’s sind weiter auf dem Vormarsch (+20,6 %). Jede zehnte Neuzulassung fällt mittlerweile in dieses Segment. Unter den vielfältigen Modellangeboten ist der VW Tiguan Marktführer (13,1 %). Doch den größten Sprung gab es bei den Sportwagen (+22,1 %). Hier behauptet das Mercedes E-Klasse Coupe das Feld (28,7 %). Die Obere Mittelklasse machte ein Plus von 12,2 Prozent. Alle anderen Pkw-Segmente waren rückläufig. Während viele Hersteller 2009 eine positive Jahresbilanz aufweisen konnten, endete das Autojahr 2010 für die meisten mit teilweise erheblichen Einbußen auf dem deutschen Markt. Zu den wenigen Ausnahmen gehören Land Rover (+30,6 %) und Jaguar (+8,8 %) sowie Porsche (+6,0 %) und BMW (+3,4 %). Der größte deutsche Produzent VW büßte fast ein Viertel an Zulassungen ein (-23,8 %). Bei Opel (-31,0 %) und Ford (-31,8 %) gingen die Neuzulassungen um annähernd ein Drittel zurück. Bei den ausländischen Marktführern Renault (-32,0 %) und Skoda (-30,7 %) sah es ähnlich aus. Die höchsten Rückgänge verzeichneten Fiat (-52,3 %) und Lancia (-57,3 %). Der Marktanteil der inländischen Marken lag bei 64,0 Prozent. Bei den ausländischen Marken liegen Frankreich (10,5 %) und Japan (9,8 %) vorn. Der Nutzfahrzeugbereich hat sich 2010 erholt. Die Lastkraftwagen (Lkw) machten ein Plus von 15,8 Prozent. Der größte Anteil (81,4 %) fällt dabei auf die Kleintransporter bis 3,5 Tonnen. Tendenziell waren die Veränderungsraten der kleineren Lkw (bis 12 Tonnen) größer als bei den „Schwergewichten“. Bei den Sattelzugmaschinen fiel die Aufwärtsbewegung mit +39,7 Prozent am deutlichsten aus. Marktführer sind hier Daimler (32,2 %) und MAN (24,2 %). Die Zugmaschinen der Land- und Forstwirtschaft lagen knapp über Vorjahresniveau (+1,1 %). Neue Kraftomnibusse waren weniger gefragt als im Jahr zuvor (-7,0 %). Der Motorradmarkt war mit 139.000 Neuzulassungen erneut rückläufig (-10,4 %). Diese Negativentwicklung hält seit nun mehr über zehn Jahren an. Zum Vergleich: im Jahr 2000 wurden über 250.000 Krafträder neu für den Straßenverkehr zugelassen. Die Herstellerliste, insbesondere der leichten Krafträder, wird trotz der eingetrübten Lage immer länger. Die Marktführung nimmt weiterhin BMW (12,8 %) für sich in Anspruch. Fast jede vierte Maschine (23,5 %) hat über 1.000 cm³ Hubraum. Der gleiche Anteil fällt auf die 125er-Klasse. 13,3 Prozent sind drei- beziehungsweise leichte vierrädrige Kfz (unter anderem Trikes und Quads). Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 3,37 Millionen Kraftfahrzeuge (Kfz) und 239.000 Kfz-Anhänger neu für den Straßenverkehr zugelassen. Jede fünfte Neuzulassung (19,7 %) wurde in Nordrhein-Westfalen gezählt. Die rückläufige Entwicklung erstreckt sich über alle Bundesländer. In Sachsen war sie am deutlichsten spürbar (-27,6 %). Hamburg erreichte dagegen fast Vorjahresniveau (- 0,5 %). Zahlen des Jahres 2010 im Überblick
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